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«Wir sind schon weit über 20 Jahre mit dabei»

Bei bestem Wetter wurde der Brunnenhof-Platz in Aesch ZH am Samstag zum Treffpunkt des traditionellen Frühlings-Märts mit regionalen Produkten, Kulinarik und vielen persönlichen Begegnungen.

Von 10 bis 13 Uhr herrschte auf dem Brunnenhof-Platz in ZHAesch am vergangenen Samstag reger Betrieb. Bei angenehmen Frühlingstemperaturen und trockenem Wetter schlenderten zahlreiche Besuchende zwischen den verschiedenen Marktständen hindurch, deckten sich mit regionalen Produkten ein und nutzten die Gelegenheit für Gespräche. Der Frühlings-Märt hat in Aesch längst Tradition – und mit ihm auch einige der Standbetreiber. Viele von ihnen gehören seit Jahren oder gar Jahrzehnten zum festen Bestandteil des Anlasses. Dazu zählen Monika und Markus Stalder vom Stalder-Hof. «Wir sind schon seit weit über 20 Jahren mit dabei», erzählt Monika Stalder. Besonders gefragt seien die hofeigenen Produkte wie Brot, Konfitüre und Teigwaren. Zwar seien die Preise etwas höher als im Grossverteiler, doch die Kundschaft wisse die Qualität zu schätzen. «Ein bedienter Hofladen ist halt teurer als ein Selbstbedienungsautomat», sagt Keller. Auch beim Fleisch setze man bewusst auf Qualität statt auf schnelle Verarbeitung. Das Natura-Beef vom Hof werde rund drei Wochen gelagert, bevor es verkauft werde. «Dadurch reift das Fleisch besser und gewinnt an Qualität», erklärt Stalder. Im Gegensatz dazu müsse Fleisch beim Grossverteiler oft bereits nach wenigen Tagen in den Verkauf gelangen, da die Lagerkapazitäten fehlten. Dass sich der Frühlings-Märt über die Jahre stark entwickelt hat, weiss auch Annemarie Steiner, die ebenfalls seit vielen Jahren mit einem Stand vertreten ist. «Früher war der Frühlingsmärt ganz klein beim Kindergarten, und man musste zuerst eine Scheune ausräumen, um ihn überhaupt durchführen zu können», erinnert sie sich. Heute sei die Situation deutlich angenehmer. Besonders das Gemeindesäli, in dem der Sportclub ZH-Aesch für Verpflegung sorgt, wertet den Anlass aus ihrer Sicht auf. «Hier gefällt es mir viel besser», sagt Steiner. Nicht nur Lebensmittel und Handwerksprodukte fanden Anklang. Auch die Bibliothek Aesch war erneut mit einem beliebten Stand vertreten. Für jeweils einen Franken wurden ausgemusterte Bücher, CDs, Spiele, Hörbücher und DVDs angeboten. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich günstig mit neuer Lektüre für die kommenden Ferientage einzudecken oder alte Filmklassiker und Hörbücher zu entdecken. Der Frühlings-Märt zeigte einmal mehr, wie wichtig solche lokalen Anlässe für das Dorfleben sind. Zwischen Marktständen, Gesprächen und regionalen Produkten entstand eine kleine, feine, ja geradezu familiäre Atmosphäre, die den Anlass für viele Besuchende zu einem willkommenen Termin im Frühlingskalender macht.