Der Mann hinter dem Schulhausbetrieb

Im neuen Primarschulhaus Buche in Birmensdorf lernen, spielen und bewegen sich täglich zahlreiche Kinder. Damit der Schulalltag reibungslos funktioniert, braucht es im Hintergrund viel Organisation, technisches Wissen und ein eingespieltes Team. Verantwortlich für den Hausdienst ist Andrin Suter. Der 30-jährige Birmensdorfer sorgt dafür, dass die Infrastruktur funktioniert – und war bereits bei der Planung des neuen Schulhauses mit dabei.

Andrin Suter ist in Birmensdorf geboren und aufgewachsen. Hier lebt er bis heute, hier kennt er die Gemeinde und ihre Schule. Beruflich führte ihn sein Weg zunächst in den Gartenbau: Nach der Lehre als Landschaftsgärtner arbeitete er einige Jahre auf diesem Gebiet, bevor er sich zum Hauswart umschulen liess. Seit fünf Jahren ist er an der Primarschule Birmensdorf tätig, seit etwas mehr als zwei Jahren leitet er den Hausdienst. Beim neuen Primarschulhaus Buche konnte Suter seine Erfahrung bereits in der Planungsphase einbringen. Dass der Hausdienst frühzeitig in das Projekt einbezogen wurde, war für ihn entscheidend. «Wir konnten so überall Einfluss nehmen, um den Betrieb möglichst effizient gestalten zu können», erklärt er. Dabei gehe es keineswegs nur um grosse technische Anlagen. Auch scheinbar kleine Details seien für den späteren Unterhalt wichtig – von der Wahl des Bodenbelags über Bodenabflüsse im Reinigungsraum bis hin etwa zum bewussten Entscheid, keine Pissoirs zu installieren. Stolz ist Suter auch auf die termingerechte Eröffnung. Trotz des sportlichen Zeitplans konnte das Gebäude wie vorgesehen nach den Sportferien eingeweiht werden. Seither gehört es zum Alltag, die neuen Räumlichkeiten in Schuss zu halten. Dass dabei nicht immer alles makellos bleibt, gehört für ihn dazu. «Das Schulhaus und der Alltag leben von den Kindern», sagt Suter. Kinder würden Neues oft unbefangen nutzen. Dabei dürfe es auch einmal etwas schmutziger werden. Entscheidend sei für ihn die Grenze zwischen normaler Nutzung und mutwilliger Verschmutzung oder Beschädigung. Letzteres sei im Schulhaus Buche jedoch kein Thema. Das Berufsbild des Hauswarts hat sich unterdessen stark gewandelt. Mit dem früher verbreiteten Bild des grummeligen Mannes, der auf der Anlage wohnt und für Ruhe und Ordnung sorgt, kann Suter wenig anfangen. Heute seien technische Anlagen komplexer, die Verantwortung für Sicherheitsvorschriften und gesetzliche Vorgaben grösser. Digitalisierung und klar strukturierte Abläufe helfen, den Betrieb effizient zu organisieren, Ausfälle zu vermeiden und Kosten zu senken. Auch die Dimensionen des Hausdienstes sind gewachsen: Fünf Hauswarte und neun Reinigungsfachkräfte kümmern sich um den Unterhalt der Gebäude und Aussenanlagen. Zudem wird das Team vermehrt in schulische Projekte eingebunden – von kleineren Vorhaben bis hin zu grösseren Projektwochen. Für Suter macht gerade diese Vielseitigkeit den Beruf aus. Denn hinter einem funktionierenden Schulhaus steckt weit mehr als Sauberkeit und Ordnung: Es braucht Planung, Fachwissen und Menschen, die dafür sorgen, dass der Schulalltag jeden Tag aufs Neue gelingt.