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«Das Älterwerden lässt sich beeinflussen»

Am 6. Mai findet von 15 bis 17.30 Uhr im GZ Brüelmatt schon zum zweiten Mal der Märtplatz für ältere Menschen statt.
Die Gerontologin MAS Simone Anna Heitlinger informiert hier und jetzt:

Welche Motivation steckt hinter der erneuten Durchführung eines Märtplatzes zum Älterwerden, der über 30 Organisationen vor Ort zusammenbringt?
Simone Anna Heitlinger: Wir scheuen den erneuten organisatorischen Aufwand nicht, weil der mehrheitlich geäusserte Wunsch der Teilnehmenden des erfolgreichen 1. Märtplatzes im Mai 2024, lautete: bitte alle 2 Jahre wieder. Kein Wunder, denn ca. jede fünfte Person in Birmensdorf und Aesch ist über 65 Jahre alt.

Ab wann ist man eigentlich alt?
Die Altersforschung belegt, dass keine Lebensphase so unterschiedlich und individuell verläuft wie die zweite Lebenshälfte. Das Sprichwort: «Man ist so alt wie man sich fühlt» zeugt davon, dass man zu einem nicht geringen Teil, Einfluss nehmen kann auf das eigene Älterwerden. Sogenannte Lebensstilfaktoren wie Bewegung, Ernährung, soziales Miteinander und geistige Fitness gewinnen dabei einen zunehmend grossen und unumstrittenen Stellenwert. Es gilt umso mehr, sich auf dem Laufenden zu halten über das, was im Älterwerden besonders gesundheitsdienlich ist und was hilfreich ist, falls Einschränkungen gegeben sind. Das Ziel der Angebote am 6. Mai ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man möglichst lange selbstständig und selbstbestimmt zuhause leben kann. Neben aktuellen, wertvollen Informationen kann man ausserdem viele inspirierende Ideen zu möglichen sinnstiftenden Aufgaben im Rahmen der Freiwilligenarbeit finden.

Was wird anders als bei der ersten Durchführung vor zwei Jahren?
Wir haben den Anlass dieses Jahr in der zweiten Nachmittagshälfte platziert, so dass auch berufstätige Angehörige bzw. Interessierte eine Chance haben, sich einen Überblick über hilfreiche Dienstleistungen im AHV-Alter verschaffen zu können. Grundsätzlich können auch dieses Jahr, unabhängig vom Alter, alle Einwohnenden den Anlass nutzen. An 33 Standtischen kann man sich im Überblick oder nur punktuell nach persönlichem Interesse darüber informieren, welche Angebote das selbstständige Leben zuhause trotz Einschränkungen – auch im Sinne des vorausschauenden Handelns – erleichtern helfen. Das OK freut sich sehr darüber, dass neben den bewährten Alltagshilfen wie Spitex, Mahlzeitendienst, Fahrdienste, Notrufsysteme und vielen mehr, auch erstmalig Fachstellen wie bsp. Parkinson Schweiz, Ernährungsberatung, Ergotherapie, die Zürcher Sehhilfe, die Memory Clinic inkl. Tageszentrum Spital Limmattal, sowie das Alterszentrum am Bach und einige weitere anwesend sein werden.

Welche Themen sind in Birmensdorf besonders gefragt?
Die grosse Freundlichkeit der Auskunftgebenden wurde besonders geschätzt. Diese konnten sich ganz den persönlichen Fragen widmen und gut verständliche Antworten geben. Auch in der zweiten Auflage des Info-Märtplatzes wird es praktische Testmöglichkeiten geben, die einem eigene Erkenntnisse ermöglichen wie z. B. zur Sturzgefährdung. Das Referat «Ich brauche Hilfe – wer bezahlt was?» findet von 15 bis 15.45 Uhr im Saal C statt, sodass alle Interessierten ungestört zuhören können. Der Spassfaktor kommt ebenfalls nicht zu kurz mit Glücksraddrehen, Popcornstation u. a. Kommen und gehen, kann man wann man will – Sie sind herzlich eingeladen.

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