Gut vernetzt älter werden
Zahlreiche Besuchende nutzten kürzlich die Gelegenheit, sich in Birmensdorf umfassend über Angebote rund ums Älterwerden zu informieren. Auch der zweite Märtplatz im Gemeindezentrum Brüelmatt erwies sich als Publikumsmagnet, lebendiger Treffpunkt mit praxisnahen Inputs, persönlichen Gesprächen und konkreten Hilfestellungen.
«Diese halbe Stunde hat sich echt gelohnt», meinte eine Seniorin im GZ Brüelmatt unmittelbar nach dem Vortrag von Rico Amsler von Pro Senectute. Sein Vortrag mit dem Titel «Ich brauche Hilfe – wer bezahlt was?» zeigte anschaulich und praxisnah auf, welche finanziellen Unterstützungen in Anspruch genommen werden können und wo Betroffene und Angehörige Orientierung finden. Das Interesse war gross, und die anschliessenden Gespräche zeigten, wie relevant das Thema für viele ältere Menschen ist. Auch die zweite Ausgabe des Märtplatzes verwandelte das GZ Brüelmatt in eine gut besuchte Informationsdrehscheibe: Unter dem Motto «Informiert und engagiert älter werden in Birmensdorf und Aesch» präsentierten sich zahlreiche Organisationen und Fachstellen mit ihren Angeboten. Bereits kurz nach Beginn füllten sich die Räume und die Besuchenden nutzten die Gelegenheit, sich an den vielfältigen Standtischen zu orientieren, Fragen zu stellen und neue Kontakte zu knüpfen. An den Ständen spiegelte sich die ganze Bandbreite des Alltags im Alter wider: Von Spitex-Diensten über Mahlzeitenangebote und Ergotherapie bis hin zu Notrufsystemen konnten sich Interessierte direkt bei Fachpersonen informieren. Auch spezialisierte Angebote für besondere Lebenssituationen – etwa bei Demenz, Seh- oder Hörbeeinträchtigungen oder in palliativen Phasen – stiessen auf reges Interesse. Ergänzt wurde das Angebot durch Informationen zu Fahrdiensten, Sicherheitsfragen sowie finanziellen und administrativen Themen. «Besonders geschätzt wurde die Möglichkeit, Angebote vor Ort auszuprobieren oder sich individuell beraten zu lassen – etwa bei der Sturzprävention oder bei Fragen zur Vorsorge», sagt Simone Anna Heitlinger. «Die persönliche Atmosphäre lud zum Verweilen ein und machte den Märtplatz zu mehr als nur einer Informationsveranstaltung: Er wurde zu einem Ort der Begegnung.» Organisiert vom Rundtisch Alter Birmensdorf und der Kommission 60plusminus Aesch zeigte der Anlass eindrücklich, wie wichtig die lokale Vernetzung ist. Der gelungene Nachmittag machte deutlich: Wer frühzeitig informiert ist, kann das Älterwerden aktiv und selbstbestimmt gestalten.

