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«Die Ausrichtung der Kaserne bleibt im Bereich der Infanterie»

An der Beförderungsfeier der Kaderanwärter der Infanterie Durchdiener Unteroffiziersschule sprach der «Birmensdorfer» mit dem neuen Oberst i Gst Thomas Plüss.

Seit Anfang 2026 führen Sie den Waffenplatz Zürich-Reppischtal und die Infanterie Durchdiener Schule 14. Welche Erfahrungen bringen Sie für diese Aufgabe mit?
Thomas Plüss: Ich durfte bereits während mehrerer Jahre als Stellvertreter und Stabschef am Standort tätig sein. Dadurch kenne ich sowohl den Ausbildungsbetrieb als auch die Zusammenarbeit mit dem Kanton und den Partnern sehr gut. Diese Erfahrung bildet eine wichtige Grundlage für meine neue Funktion als Kommandant.

Welche Ziele verfolgen Sie für die Weiterentwicklung des Waffenplatzes Zürich-Reppischtal?
Mein Fokus liegt auf einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des Waffenplatzes sowie auf der Weiterführung der guten Zusammenarbeit mit der kantonalen Waffenplatzverwaltung. Die Ausrichtung der Kaserne bleibt klar im Bereich der Infanterie. Gleichzeitig ist es mir wichtig, den Standort als professionellen und verlässlichen Ausbildungsort weiterzuführen.

Die Infrastruktur des Standorts wurde erweitert. Welche Veränderungen bringt dies konkret mit sich?
Eine bereits bestehende Kaserne mit Theorie- und Büroräumlichkeiten wurde «teilsaniert», um eine zusätzliche Infanterie- Rekrutenkompanie aufnehmen zu können. Dies wurde auf den RS-Start im Januar 2026 umgesetzt. Der Kanton Zürich hat einen wesentlichen Beitrag für die termingerechte Umsetzung geleistet. Die Anpassungen ermöglichen einen geordneten und zeitgemässen Dienstbetrieb für die dritte Rekrutenkompanie. Zudem wurde der Bereich des Eigenschutzes verbessert. Für die Kaserne als militärischen Ausbildungsstandort gelten besondere Anforderungen an die Betriebssicherheit und die Zugangskontrolle. Mit dem neuen Wachtlokal beim Haupteingang wurden dafür zeitgemässe Rahmenbedingungen geschaffen.

Welche Bedeutung hat die Zusammenarbeit mit dem Kanton und den regionalen Partnern?
Die Zusammenarbeit mit dem Kanton, den Gemeinden und den Partnern hat einen hohen Stellenwert. Ein professioneller Ausbildungsbetrieb setzt einen offenen Austausch und eine konstruktive Zusammenarbeit voraus. Diese bewährten Beziehungen möchten wir auch künftig aktiv pflegen.

Wie begegnet der Waffenplatz Zürich-Reppischtal gegenüber den Anliegen der Bevölkerung rund um Schiessbetrieb, Lärm und Naherholung?
Die Schweizer Armee ist auf geeignete Ausbildungsräume angewiesen, um ihren Auftrag erfüllen zu können. Dazu gehört insbesondere auch der Schiessbetrieb als wichtiger Bestandteil einer realitätsnahen infanteristischen Ausbildung. Gleichzeitig nehmen wir die Anliegen der Bevölkerung ernst und legen Wert auf den bestehenden Dreiklang: Militär, Natur und Umwelt sowie Mensch und Erholung. Der Naturschutz wird respektiert und das Waffenplatzgelände steht der Bevölkerung ausserhalb der militärischen Nutzung in weiten Teilen zur Verfügung. Zudem bleibt die Anzahl der Schiesstage sowie der Nachtschiessen unverändert begrenzt. Wir danken der lokalen Bevölkerung für das Verständnis gegenüber der militärischen Ausbildung auf dem Waffenplatz Zürich-Reppischtal.