In ihrem Debütroman «Die Namen» erzählt die Autorin Florence Knapp drei mögliche Lebenswege eines Kindes. Wir starten Ende der 80er-Jahre. Cora, die Mutter des kleinen Jungen, ist auf dem Weg zum Standesamt, um den Namen ihres Neugeborenen einzutragen. Ihr Mann will, dass er wie er selbst «Gordon» genannt wird, gemäss einer Familientradition. Ihre kleine Tochter fände «Bear» sehr schön und Cora selbst würde ihn gerne «Julian» nennen, drei Namen, drei sehr verschiedene Lebenswege. Coras Mann Gordon ist einerseits ein allseits beliebter und geschätzter Arzt, andererseits zu Hause aber manipulativ und gewalttätig. Dies schlägt sich auch in den verschiedenen Lebenswegen nieder, im krassesten und traurigsten Fall in einem Femizid. Behandelt werden Themen wie Familientraditionen, Selbstbestimmung und Gewalt in der Familie. Das Buch hat mich schnell gefesselt und ich konnte es kaum noch aus den Händen legen. Von der «Was-Wäre-Wenn»-Thematik her hat es mich an «Die Mitternachtsbibliothek» von Matt Haig oder auch Milena Mosers «Mehr als nur ein Leben» erinnert. Das Buch ist in unserer Bibliothek erhältlich und als e-Audio in der digitalen Bibliothek «Onleihe». Erschienen ist der Roman im März 2026. Er erhielt die Auszeichnung als bester Debütroman dieses Jahres.
«Die Namen» von Florence Knapp, Verlag eichborn, 2026

