Hohe Auslastung, engagierte Pflege und ein Blick in die Zukunft
Mit herzlichen Worten eröffnete der Präsident Bruno Letsch die 18. Generalversammlung der Genossenschaft Alterszentrum am Bach.
Rund 100 stimmberechtigte Genossenschafter:innen nahmen an der Versammlung teil. In seinem Jahresrückblick durfte Bruno Letsch auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurückblicken. «Auch im vergangenen Jahr konnte die Auslastung über Budget erreicht werden», betonte er. Die durchschnittliche Belegung lag 2025 bei beeindruckenden 99,1%. Die durchschnittliche Pflegeeinstufung blieb gleich und es galt auch von einer grösseren Anzahl an Bewohner:innen Abschied zu nehmen. Es zeige sich deutlich, wie wichtig professionelle Betreuung und Pflege im Alterszentrum seien. Einen besonderen Dank richtete Letsch an die Mitarbeitenden des Alterszentrums. Mit grossem Engagement würden sie täglich anspruchsvolle Arbeit leisten und wesentlich zur hohen Qualität des Hauses beitragen. Der «Birmensdorfer» überzeugte sich davon am 20. Mai an der 101. Geburtstagsfeier der ältesten Bewohnerin: Frau Rordorf aus Aesch ZH (siehe Kasten). Die statutarischen Geschäfte wurden ohne Gegenstimme genehmigt. Die Jahresrechnung fand Zustimmung, der Vorstand wurde entlastet und alle Genossenschafter:innen erhalten eine kleine Rendite. Gleichzeitig verabschiedete die Genossenschaft mit Gabriela Stampa und Paul Aregger zwei langjährige orstandsmitglieder. Zentrumsleiter Andreas Grieshaber gewährte den Anwesenden anschliessend einen Einblick in den Alltag eines modernen Pflegeheims. «Ein Pflegeheim gilt oft als verwunschener Ort», sagte er. Viele Menschen würden nur ungern in ein Heim eintreten, müssten diesen Schritt jedoch aus gesundheitlichen Gründen gehen. So sei es dem Alterszentrum ein grosses Anliegen, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner «gut aufgehoben» wissen und sehr gut gepflegt und betreut sind. Die Zahlen zeigen deutlich, wie anspruchsvoll die Pflege geworden ist: Rund 81,6% der Bewohnerinnen und Bewohner im Kanton Zürich gelten als «deutlich pflegebedürftig», beinahe die Hälfte sogar als «stark bis sehr stark pflegebedürftig». Dabei seien die Einschränkungen nicht nur körperlicher, sondern häufig auch psychischer und sozialer Natur. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Finanzierung eines Heimaufenthalts. Viele Angehörige und Betroffene stellten sich die Frage, ob ein Aufenthalt überhaupt bezahlbar sei. Andreas Grieshaber konnte beruhigen: «Dank Rente, Erspartem und Ergänzungsleistungen lässt sich ein Heimaufenthalt finanzieren.» Trotz hoher Anforderungen in Pflege, Betreuung, Hotellerie und Gastronomie seien die Kosten im Verhältnis zu den angebotenen Leistungen moderat. Auch zum Bild des Pflegeberufs äusserte sich Grieshaber. Dieser werde in den Medien häufig zu negativ dargestellt. Dabei sei die Arbeit in der Pflege erfüllend, sinnstiftend und werde von den meisten Pflegenden trotz der vielen Herausforderungen sehr positiv erlebt. Fotos aus dem Heimalltag zeigten zudem ein lebendiges Jahresprogramm mit Ausflügen, Aktivitäten und gemeinsamen Erlebnissen. Und die nächsten besonderen Jubiläen stehen bereits bevor: Im kommenden Jahr dürfen voraussichtlich gleich fünf Bewohnerinnen und Bewohner ihren 100. Geburtstag feiern. Die nächste Generalversammlung findet am 20. Mai 2027 statt.

