«Nach 20 Jahren ist der Sennhof ein fester Bestandteil von Birmensdorf»
Am 20. Jubiläumsfest im GZ Brüelmatt traf der «Birmensdorfer» Alexandra Waldmeier, die Personalverantwortliche des Vorstandes der Kinderkrippe Sennhof, zum Gespräch.
Wer sind Sie beruflich und privat?
Alexandra Waldmeier: Privat bin ich Mutter von zwei Kindern und – wie ich gerne sage – ein bisschen «Familienmanagerin». Beruflich arbeite ich zu 50 Prozent als Klassenassistentin auf der Mittelstufe in einer Nachbargemeinde.
Wie haben Sie das Fest zum 20. Geburi der Kita Sennhof erlebt?
Ich habe das Jubiläumsfest als sehr gelungen erlebt. Die verschiedenen Stände und Angebote für die Kinder waren einmal etwas anderes und für alle war etwas dabei. Bereits während des Festes erhielten wir viele positive Rückmeldungen. Ein grosses Dankeschön gilt unserer Krippenleiterin Sandra Bachmann und dem ganzen Sennhof-Team, die das Fest mit viel Engagement organisiert und gestaltet haben.
Was zeichnet für Sie die Kita Sennhof aus?
Für mich zeichnet sich der Sennhof durch seine herzliche, familiäre Atmosphäre und gleichzeitig professionelle Arbeit aus. Ein schönes Beispiel ist unsere Köchin: Sie ist seit 18 Jahren dabei und zaubert täglich etwas Abwechslungsreiches und Gesundes für Kinder und Mitarbeitende auf den Tisch. Am Jubiläum habe ich ehemalige Sennhof-Familien und frühere Mitarbeitende wiedergetroffen – darunter Personen, die unsere Kinder betreut haben. Das hat mich sehr gefreut. Nach 20 Jahren ist der Sennhof ein fester Bestandteil von Birmensdorf. Ich hoffe, dass dieses lokal verankerte Vereinsmodell noch lange Bestand hat.
Wie alt sind Ihre Kinder?
Meine Kinder sind heute acht und zehn Jahre alt und starteten beide mit knapp einem Jahr im Sennhof.
Ab wann darf oder sollte man ein Kind in die Kita schicken?
Der richtige Zeitpunkt für eine Kita ist sehr individuell. Für mich war wichtig, dass sie sich selbstständig aus einer Situation entfernen konnten, in der sie sich unwohl fühlten – also etwa wegkriechen oder weglaufen konnten. Das gab mir ein gutes Gefühl.
Ein Kita-Platz gilt hierzulande als sehr begehrt und teuer. Wie sehen Sie das?
Als unsere Kinder im Sennhof waren, empfand auch ich einen Kita-Platz als teuer. Seit drei Jahren bin ich im Vorstand und habe einen anderen Einblick in den Betrieb. Wenn man sieht, was den Kindern geboten wird und welche Arbeit das Team leistet, ist der Preis für mich absolut gerechtfertigt. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass familienergänzende Betreuung von Gemeinden und generell in der Schweiz stärker unterstützt und als selbstverständlicher Teil unseres Bildungs- und Betreuungssystems angesehen wird.

