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«Der Waffenplatz Reppischtal ist eine Konstante»

An der Kommandoübergabe von Oberst i Gst Oliver Wolf traf der «Birmensdorfer» auf den Sicherheitsdirektor des Kantons Zürich: Mario Fehr lobte den Waffenplatz Reppischtal über den Klee hinweg.

Seit 1987 trainieren Armeeangehörige auf dem Waffenplatz Reppischtal: «So gesehen ist er eine Konstante im Militärkanton Zürich», sagte Mario Fehr an der kürzlichen Kommandoübergabe (siehe «Birmensdorfer» Nr. 51). «Der Waffenplatz als Standort für die Infanterie-Durchdiener ist ein wichtiger Beitrag an die Sicherheit und Freiheit der Schweiz. Hier im Reppischtal kommen auch die Kantone Zürich und Aargau zusammen: «Ich erinnere mich noch sehr gut an das Jahr 2017. Da fuhr meine Aargauer Regierungskollegin – die damalige Militärdirektorin Franziska Roth – mit einem historischen Militärjeep durch Birmensdorf – flankiert von einem eindrücklichen Defilee angeführt von der Korpsmusik der Kantonspolizei und dem Infanterie-Durchdiener-Kommando 14, das damals noch aus dem Aargau kam.» Der Anlass: Die Rekrutenschule aus der Stadtkaserne Aarau wurde in die Kaserne Zürich-Reppischtal verlegt. «Der Kanton Zürich steht zur Armee. Und zu seinem kantonalen Waffenplatz sowieso» sagte Fehr weiter. «Ab dem nächsten Jahr wird eine dritte Infanterie-Durchdiener-Kompanie mit etwa 200 Soldaten im Reppischtal stationiert sein – neu sind es damit knapp 600 Soldaten. Der Kanton hat einen wesentlichen Beitrag an die nötige Infrastruktur geleistet und in neue Schlafräume investiert, um alle Soldaten würdig zu beherbergen. Zudem gibt es ein neues Wachgebäude, das bereits jetzt zu sehen ist und im März in Betrieb genommen wird: «Eine funktionale, aber auch komfortable Wache, die dem grössten kantonalen Waffenplatz der Schweiz gerecht wird.» Dann erwähnte Fehr eine weitere Besonderheit: «Reppischtal ist der wahrscheinlich einzige Waffenplatz mit eigenen Reben und eigenem Wein, der erst noch gut mundet. Die 1500 Flaschen sind jedes Jahr ausverkauft. Allerdings ist die Weinlese nicht Teil der Ausbildung der Durchdiener. Aber immerhin bewirtschaftet mit Peter Grüter ein ehemaliger Kommandant in der Kapo Zürich den Weinberg. Zweifel Weine in Höngg keltern dann die Trauben aus dem Reppischtal und verkaufen ihrerseits den guten Tropfen genauso wie das Zeughaus der Armee in Zürich.» Der Rückhalt der Bevölkerung wird durch das partnerschaftliche Mit- und Nebeneinander von Armee, Landwirtschaft und Bevölkerung bestärkt, so Fehr. Dafür stehe der Waffenplatz Reppischtal mit seinem Dreiklang «Militär, Natur und Umwelt, Mensch und Erholung» sinnbildlich. So werde der Naturschutz respektiert und gefördert. Familien oder Joggende könnten das Waffenplatzgelände in ihrer Freizeit nutzen. So kämen Bevölkerung und Armee einander näher, und das gegenseitige Verständnis wachse.