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«Ich erhalte täglich viele schöne Feedbacks»

Yolanda Lechleitner vom Viva Coiffeur an der Luzernerstrasse 2 blickt zurück auf acht erfolgreiche Jahre in Birmensdorf, bevor sie ihr Geschäft per 1. Oktober an ihre Nachfolgerin Lena Maltseva übergibt.

In den vergangenen acht Jahren haben Sie bestimmt 
eine grosse Stammkundschaft aufgebaut. Wie tickt diese?
Yolanda Lechleitner: Meine Kundschaft ist individuell. Jeder «tickt» anders. Das ist ja auch das Spannende an diesem Beruf. Ich möchte jede Person «abholen» – nicht nur puncto Frisur. Es geht um den ganzen Menschen und seine Wünsche. Manchmal muss ich auch Bedenken einbringen, ihn wahrnehmen, respektieren und Humor einfliessen lassen. Auch wenn jemand Ruhe möchte, ist es wichtig, dies einzuhalten.
Ich bin seit 36 Jahren selbständig. Ich kenne manche Kund:innen seit über 40 Jahren. Das verbindet, und es entsteht eine Freundschaft, in welcher der persönliche Austausch und Erfahrungen sehr wertvoll sind.

Wie sind Sie überhaupt Coiffeuse geworden?
Mir war nicht bewusst, welche Möglichkeiten mir dieser Beruf bietet, auch nicht die Nachteile. Ich mag Menschen, Mode und konnte und kann mich für vieles begeistern. Auch die Ideen generell gehen mir nicht aus. (lacht)

Überall herrscht Fachkräftemangel. Würden Sie jungen 
Menschen heutzutage den Job noch empfehlen?
Nun, in diesem Beruf arbeitet man viel und der Verdienst ist im tiefen Bereich. Aber man kann reisen. Es gibt Saison-Jobs an 
Ferienorten, die nach vielen Abenteuern und Erlebnissen klingen. Wenn man dafür brennt, kann ich diesen Beruf empfehlen!
Ich hätte mir einen Bürojob nicht vorstellen können, obwohl es dies auch bei uns im Geschäft braucht. 20 Jahre habe ich Lernende ausgebildet. Dies ist wichtig zu erhalten!

Was ist Ihr schönstes Kunden-Feedback?
Ich erhalte täglich viele schöne Feedbacks meiner Kundschaft! Das motiviert mich immer wieder auch nach 48 Jahren «coifföle»!

Leben Sie selbst in Birmi? Was gefällt Ihnen hier?
Ja, ich lebe hier in Birmi «mittendrin». Man kennt sich und grüsst sich. Da ich zwei Hunde habe, bin ich auch immer in der Natur. Ich kann nach allen Seiten gehen und bin im Grünen und doch nahe an der Stadt.

Was könnte besser sein?
Der Feuerwerk-Tourismus an Silvester war extrem, die Abfallberge enorm. Nicht nur die Haustiere leiden, sondern auch die Wildtiere und die Luft. Rauchschwaden hingen noch lange über Birmi.

Was möchten Sie den Leserinnen und 
Lesern abschliessend mitgeben?
Mir ist wichtig, auf die Abstimmung vom 29. November 2026 hinzuweisen. Ich persönlich empfehle, ein Ja zur Einschränkung von Feuerwerken in die Urne zu legen.