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Eine starke Stimme für die Aussenquartiere

Am Quartierfest traf der «Birmensdorfer» auf den emeritierten Atomphysikprofessor Dr. Jürg Lang.
Er ist Gründungsmitglied des Vereins IGSHS.

Die Quartiere Stöcken, Haslen und Sternen liegen geografisch näher bei Uitikon als beim Dorfzentrum von Birmensdorf. Wer hier wohnt, erledigt vieles im Nachbardorf, kennt aber gleichzeitig die Besonderheiten eines Aussenquartiers, das politisch zu Birmensdorf gehört. Genau aus diesem Spannungsfeld heraus entstand vor Jahrzehnten die Interessengemeinschaft Stöcken, Haslen und Sternen (IGSHS). Ihr Ziel war und ist es, den Anliegen der Bevölkerung Gehör zu verschaffen und die Lebensqualität in den Quartieren zu erhalten. Einer der Männer der ersten Stunde ist der Atomphysiker Dr. Jürg Lang. Im Beisein seines Hundes blickt der heute 90-Jährige auf die Gründungszeit zurück. «Zuerst wollten wir uns der Gemeinde Uitikon anschliessen. Doch dies klappte nicht, weil uns die Birmensdorfer nicht ziehen lassen wollten. So haben wir halt für die Quartiere Haslen, Sternen und Stöcken einen eigenen Verein gegründet. Ich habe die Statuten damals noch selbst verfasst.» Lang war viele Jahre aktiv im Verein und ist dann altersbedingt ausgetreten. Aufgewachsen ist er in Zürich, vor über 30 Jahren zog er nach Birmensdorf-Haslen. Die besondere Lage der Quartiere beschäftigt ihn bis heute: «Viele Menschen wissen gar nicht, dass wir auch zu Birmensdorf gehören und dort unsere Steuern bezahlen. Wir gehen auch selten ins GZ Brüelmatt und kaufen eigentlich auch mehrheitlich in Uitikon ein. Heutzutage gibt es aber nicht mal mehr einen Bankschalter.» Gerade diese geografische und gesellschaftliche Nähe zu Uitikon macht eine Interessenvertretung für die drei Quartiere bis heute wichtig. Die IGSHS engagiert sich für eine gute Infrastruktur, sichere Verkehrswege und den Austausch mit den Behörden. Gleichzeitig fördert sie mit Veranstaltungen und gemeinsamen Aktivitäten das nachbarschaftliche Miteinander. Sie schafft Begegnungen, stärkt den Zusammenhalt und trägt dazu bei, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrem Quartier identifizieren. Die Herausforderungen haben sich im Laufe der Jahre verändert. Während früher der Aufbau einer funktionierenden Quartiervertretung im Vordergrund stand, beschäftigen heute Themen wie Verkehr, Mobilität, Erschliessung oder die Weiterentwicklung des Wohngebiets die Bevölkerung. Geblieben ist jedoch der Grundgedanke der Gründungszeit: Wer sich zusammenschliesst, kann die Zukunft seines Quartiers aktiv mitgestalten. Dass die IGSHS bis heute besteht, ist auch Menschen wie Jürg Lang zu verdanken. Mit persönlichem Engagement legten sie einst den Grundstein für einen Verein, der den Aussenquartieren eine Stimme gab – und sie bis heute vertritt.

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