Zwei Neue im Birmensdorfer Gemeinderat
Bei den Gesamterneuerungswahlen in Birmensdorf kommt es zu einer personellen Veränderung in der Exekutive.
Vier bisherige Gemeinderäte werden bestätigt, zwei neue Mitglieder ziehen ein.
Die Gemeinderatswahlen in Birmensdorf haben am Sonntag eine markante personelle Veränderung gebracht. Zwar stellten sich fünf bisherige Mitglieder der Exekutive erneut zur Wahl, doch nur vier von ihnen wurden von den Stimmberechtigten bestätigt. Der Infrastrukturvorsteher Ringo Keller (SVP) verpasste die Wiederwahl und erzielte das schwächste Resultat aller Kandidierenden. Mit der Abwahl des langjährigen Gemeinderats kommt es damit zu einer spürbaren Rochade in der siebenköpfigen Exekutive. Neben den vier bestätigten Bisherigen Ernst Brand, Nadia Stutz, Andreas Bösch und Thomas (Tom) Erismann stossen Louis Mouwen und Felix Gless neu hinzu. Bettina Köhler ergänzt das siebenköpfige Gremium als wiederum gewählte Schulpräsidentin. Die Wahl galt im Vorfeld als durchaus offen. Insgesamt neun Kandidierende bewarben sich um die Sitze in der Gemeinderegierung, was für eine mittelgrosse Gemeinde wie Birmensdorf eine vergleichsweise breite Auswahl darstellt. Während ein Teil der bisherigen Mitglieder auf den Amtsbonus zählen konnte, versuchten neue Kandidierende mit eigenen politischen Schwerpunkten zu überzeugen – etwa in Fragen der Gemeindeentwicklung, der Infrastruktur oder der Finanzpolitik. Am deutlichsten traf der Wahlausgang den bisherigen Infrastrukturvorsteher Ringo Keller. Trotz seiner bisherigen Tätigkeit im Gemeinderat blieb er hinter sämtlichen Mitbewerbenden zurück und scheidet damit aus der Exekutive aus. Die Abwahl eines amtierenden Gemeinderats kommt in Zürcher Gemeinden eher selten vor und gehört deshalb zu den bemerkenswerten Ergebnissen dieser Wahl. Mit der Wahl vom Sonntag ist die personelle Grundlage für die kommende Legislaturperiode gelegt. Der neu zusammengesetzte Gemeinderat wird seine Arbeit mit Beginn der Amtsperiode am 1. Juli 2026 aufnehmen und sich dabei mit verschiedenen laufenden Projekten der Gemeinde befassen – von Infrastrukturvorhaben über finanzpolitische Fragen bis zur weiteren Entwicklung des Dorfes im wachsenden Limmattal. Die Stimmberechtigten haben damit nicht nur Kontinuität bestätigt, sondern zugleich auch Raum für personelle Erneuerung geschaffen.

